Pressemitteilung und SEO

Unternehmen und Verbände, die etwas Wichtiges zu sagen haben, veröffentlichen in der Regel eine Pressemitteilung. Über verschiedene Pressedienste oder -verteiler verbreiten sie diese Nachricht. Sie werden dann zum Beispiel an Journalisten, Redakteure und Verlagshäuser verschickt. Pressemitteilungen erfahren so in kurzer Zeit eine weite Verbreitung. In der Regel können Sie bei einer eigenen Pressemitteilung, etwa über ein neues Produkt oder eine neue Kampagne, auch einen Link oder eine Kontaktadresse angeben, unter der Ihre Seite oder weitere Informationen zu finden sind. Interessierte Verlage und Journalisten werden im Optimalfall über Ihre Seite und/oder Ihr Produkt berichten und den Link weiter verbreiten. So erhalten sie unter Umständen gleich einige externe Links zu Ihrer Webseite.

Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Dienste, die Pressemitteilungen versenden. Natürlich werben viele Anbieter damit, Ihre Nachricht an die wichtigsten Adressen und Agenturen weiterzuleiten. Welcher Dienst nun besser ist – kostenfrei oder kostenpflichtig – lässt sich nicht pauschal beantworten. Der wesentliche Unterschied liegt in der redaktionellen Betreuung. Bei kostenfreien Diensten wird kaum geprüft, um was es in der Pressemitteilung geht. Daher kann es geschehen, dass täglich viele E-Mails an die Empfänger verschickt werden und Ihre Mitteilung in der Flut untergeht und kaum wahrgenommen wird. Bei den kostenpflichtigen Presseverteilern werden die Pressemitteilungen meistens inhaltlich überprüft und dann entsprechenden Empfängerlisten zugeordnet. Dort werden zwar auch mehrere Pressemitteilungen am Tag verschickt, aber nicht so viele wie bei kostenfreien Verteilern und die Empfänger haben ein größeres Interesse an Informationen zu Ihrem Themenbereich. So erreichen Sie zum Beispiel Redakteure und Journalisten von Fachzeitschriften und -verlagen. Hier bewegen Sie sich in einem themenrelevanten Umfeld wo Sie möglichst viele Backlinks generieren sollten.

Überlegen Sie sich, was Sie mit einer Pressemitteilung erreichen möchten, bevor Sie sie verschicken. Geht es Ihnen „nur“ um Backlinks können Sie durchaus auf den ein oder anderen kostenfreien Verteiler zurückgreifen. Falls Sie jedoch die Wahrnehmung und das Interesse an Ihrer Seite nachhaltiger steigern möchten, sollten Sie sich überwiegend für kostenpflichtige Pressedienste entscheiden. Hier gilt allerdings auch noch ein anderer Grundsatz: „Wenn Sie nichts zu sagen haben, sollten Sie lieber schweigen.“ Kommen Sie bitte nicht auf die Idee, jede Woche die gleiche Pressemitteilung zu verbreiten. Das kommt bei den Empfängern gar nicht gut an. So landen Sie schnell in der Schublade „Der Spammer schon wieder“. Da wollen Sie nicht rein, schon gar nicht bei der Fachpresse oder anderen Berichterstattern. Wer einmal in einer solchen Schublade gelandet ist, kommt da nur schwer wieder heraus.

Die Form einer Pressemitteilung bleibt natürlich Ihnen überlassen. Es macht aber keinen Sinn daraus einen Roman zu schreiben. Bleiben Sie lieber kurz, knapp und präzise. Der Preis eines Produktes hat in einer Pressemitteilung genauso wenig verloren wie die nette Anekdote, die Sie auf den Produktnamen gebracht hat. Lassen Sie sich ruhig von einem Journalisten, einer Werbeagentur oder einem Redakteur bei der Erstellung einer Pressemitteilung beraten, vor allem, wenn Sie das noch nicht oft gemacht haben. Das ist gut investiertes Geld und dürfte auch kein Vermögen kosten. Später, wenn Sie ein Gespür dafür entwickelt haben wie eine Pressemitteilung aufgebaut sein sollte, können Sie das ja in eigener Regie weiterführen.

Marko Engelberth 94 posts

Mitbegründer von Seosweet. Softwaretester, Lektor sowie Online-Redakteur. Und hin und wieder Webentwickler.

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