Mit redaktionellen Aktualisierungen zu besseren Rankings

Auch zeitlose Themen haben nach und nach einen unterschiedlichen Fokus. Angenommen ich habe einen alten, relativ gut rankenden Artikel zum Thema Datenschutz. Wenn dieser von 2000 ist, handelt er vermutlich eher von Spam, Trojanern und sicheren Passwörtern. Das sind zwar Themen, die auch heute noch viele Menschen interessieren, aber die aktuelle Diskussion dreht sich eher um Facebook und Google. Was machen sie mit unseren Daten, was dürfen sie machen und mit welchen Sicherheitseinstellungen kann ich dafür sorgen, dass manche Statements in sozialen Netzwerken auch wirklich im privaten Rahmen bleiben? Das Gleiche wäre zum Beispiel eine Seite von 2005 mit einem Vergleich von DSL-Anbietern und den möglichen Bandbreiten. Auch dort hat sich in den letzten Jahren immens viel getan. Solche Trends gibt es in vielen Bereichen und Sie sollten sie sich zu Nutze machen.

Falls Sie das nicht tun, werden Ihre Seiten über kurz oder lang in den Rankings durchgereicht.

Der Grund dafür ist schlicht und ergreifend das Userverhalten. Wen interessiert es schon, welche DSL-Pakete er vor sieben Jahren zur Auswahl hatte? Bestimmt nicht die User, die bei Google oder Bing nach den aktuellen Angeboten suchen. Die verlassen Ihre Seite blitzschnell, sobald sie merken, dass es zum Beispiel kein aktueller Vergleich ist. Das wiederum hat starke Auswirkungen auf die Bounce-Rate, die ein wichtiges Kriterium für das Suchmaschinenranking darstellt. Da helfen Ihnen auf Dauer auch keine starken Backlinks, die die Seite im Laufe der Zeit angesammelt hat. Diese verringern lediglich die Absturzgeschwindigkeit in den SERPS.

Wer also einen Linkmagneten sein Eigen nennt, muss diese Seite auch ein bisschen pflegen. Ein Satz und eine neue Überschrift genügen da nicht, sind aber schonmal ein guter Anfang. Damit die Suchmaschinen die Seite neu auswerten, sollten Sie mindestens zehn Prozent hinzufügen, besser sind 15 bis 20 Prozent. Dazu sollten Sie auch noch ein wenig Werbung für die aktualisierte Seite machen. Das geht ja dank der sozialen Netzwerke sehr einfach. Veröffentlichen Sie ein zwei Links bei Facebook, Google+ und/oder Twitter. Dann kommen die Suchmaschinen schon fast von alleine, um sich die Seite nochmal anzuschauen. In diesem Rahmen erfüllt zum Beispiel auch das letztjährige Freshness-Update von Google seinen Dienst.

Ein weiterer Vorteil von regelmäßigen Aktualisierungen: Die Suchmaschinen merken sich das

Wenn Google und Co feststellen, dass sich auf einer Website häufig was tut, kommen sie von sich aus öfter vorbei, um nach neuen Seiten und Aktualisierungen Ausschau zu halten. Gleichzeitig steigern Sie damit das Vertrauen (Trust), das die Suchmaschinen in Ihre Website setzen.

Manchmal sind die Änderungen in einem Bereich aber so umfassend, dass sie eine Aktualisierung des vorhandenen Contents unsinnig machen. In solchen Fällen ist es besser, einen ganz neuen Artikel zu dem Thema zu schreiben und zu veröffentlichen. Kommen Sie aber bloß nicht auf den Gedanken den Alten zu sperren oder zu deaktivieren. Auch ein 301-Redirect ist in solchen Fällen die pure Verschwendung. Richten Sie stattdessen ein gute interne Verlinkung ein. Davon profitiert vor allem der neue Artikel, da er direkt einen Link von einer relativ starken Seite erhält, die auch schon einiges an Trust angesammelt hat. Einen solchen Schub sollten Sie unbedingt nutzen. Welche Option nun die bessere ist, Aktualisierung oder ein neuer Artikel, bleibt natürlich Ihnen und Ihrer Redaktion vorbehalten.

Marko Engelberth 94 posts

Mitbegründer von Seosweet. Softwaretester, Lektor sowie Online-Redakteur. Und hin und wieder Webentwickler.

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