Filter Bubble: der User in der Blase I [inkl. Buchverlosung]

Jetzt ist es schon über einen Monat her, dass ich eine Einleitung zu einer Serie zur sogenannten Filter Bubble schrieb. Doch erst jetzt erscheint auch wirklich der erste Teil der Serie. Der Grund für diese Verzögerung: Im vergangenen Monat hatten wir so viel zu berichten, dass wir nicht alles auf einmal unterbringen konnten. Das ist eine sehr gute Sache, offensichtlich geht uns der Stoff nicht aus. Der einzige Nachteil daran ist, dass es nun zumindest ein paar Dinge zur Filter Bubble wiederholt werden müssen, über die ich beim letzten Mal bereits geschrieben hatte. Als allererstes komme ich nun aber zu einer Bekanntmachung:

Seosweet verlost drei Exemplare von Eli Parisers Buch „Filter Bubble“

Denn dieses Buch des MoveOn.org Aktivisten ist nun auch in Deutsch erschienen und heißt vollständig: „Filter Bubble: Wie wir im Internet entmündigt werden„. Um an der Verlosung teilzunehmen, genügt ein Kommentar, Tweet oder Link zu einem unserer Filter Bubble Beiträge, zu denen auch der vom 18. März gehört. Die Aktion läuft zwei Wochen lang.

Eli Pariser ist auch derjenige, der den Begriff der Filter Bubble erfunden und geprägt hat. Ich kann nur noch einmal empfehlen, meinen Beitrag vom vergangenen Monat zu lesen und sich auch das dort verlinkte Video eines Vortrags von Eli Pariser anzuschauen. Da bekommt man dann einen sehr guten Einblick. Mit Hilfe einiger Fragen werde ich nun grob zusammenfassen, worum es bei dem Thema überhaupt geht.

Was ist die Filter Bubble?

Wie der Name schon sagt, hat die Filter Bubble irgendetwas mit Filtern zu tun. Diese sind in den vergangenen Jahren aufgrund der Datenflut im Internet immer wichtiger geworden. Der Begriff der Filter Bubble bezieht sich dabei vor allem auf jene Filter, die durch Personalisierungen die gezeigten Inhalte in bestimmten Webumgebungen nach (errechneten/vermuteten) Interessen filtern. Diese Filter funktionieren mit Hilfe von Algorithmen (ein Begriff, der schon für sich genommen heutzutage bei Kulturpessimisten mittelschwere Depressionen oder gar Panikattacken hervorruft). Im Idealfall bekommt man also nur noch die Informationen angezeigt, für die man sich auch interessiert. Genau an diesem Punkt kommt die Bubble ins Spiel. Wenn man nämlich nur noch Informationen zu Dingen erhält, die man mag oder für die man bereits Interesse gezeigt hat, bewegt man sich irgendwann in einer virtuellen Welt, in der alle anderen Informationen ausgeblendet sind. Denn das ist der logische Umkehrschluss. Man sitzt also in seiner Blase, atmet nur die gefilterte Luft und von draußen bekommt man nicht viel mit. Ein gewisses Potential für politische Brisanz wird hier schon deutlich.

Bin ich in der Filter Bubble?

Ja, denn die ist eigentlich überall wo in irgendeiner Form Informationen personalisiert gefiltert werden. Also von Shopping Portalen wie Amazon bis hin zu Facebook und auch zu Google. Da die Kritik, die mit dem Begriff der Filter Bubble einhergeht, eher gesellschaftlich/politisch ist, geht es vor allem aber um Internetangebote wie die beiden letztgenannten.

Was bewirkt die Filter Bubble?

Um diese Frage offen zu halten, habe ich absichtlich nicht geschrieben: Welche Folgen hat die Filter Bubble? Denn es gibt ja auch eindeutig positive Effekte durch die Filterungen. Gerade im Hinblick auf Werbung oder Produktinformationen kann ich durchaus etwas Nützliches an diesen Filtern finden. Allerdings könnten diese Filter unter Umständen auch zu einer Abnabelung einiger User von gesellschaftlichen Themen führen und es könnten theoretisch auch Informationen verborgen bleiben. Denn gerade Angebote wie Facebook und Google haben durchaus eine gewisse gesellschaftliche Relevanz, auch wenn ich es eher für Unsinn halte Revolutionen nach ihnen zu benennen.
Letztlich geht es aber in unserer Artikelserie genau um diese Frage, was die Filter Bubble denn nun bewirkt. Dabei werde ich mich vor allem auf Facebook und Google beziehen und sowohl auf die gesellschaftliche Relevanz eingehen. Aber wie im letzten Beitrag bereits berichtet, auch auf die Relevanz für SEOs und artverwandte Gebiete. Vergessen Sie nicht an unserem Gewinnspiel teilzunehmen.

David Linden 178 posts

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8 Kommentare

  • [...] einmal wieder auf unsere Verlosung hin, denn wie ich im letzten Beitrag bereits geschrieben habe, verlosen wir 3 Exemplare seines Buches “Filter Bubble: Wie wir im Internet entmündigt werden” gegen einen Kommentar, Tweet [...]

  • [...] in Internet Angeboten ist hier zu nennen, in diesem Zusammenhang ist auch der Begriff der Filter Bubble entstanden. Diese Kritik hat allerdings eher gesellschaftliche und politische Hintergründe und [...]

  • [...] riesig und täglich kommen neue hinzu. Bei der Suche nach Informationen sind wir Menschen auf Filter angewiesen um in dem grenzenlosen Informationsangebot überhaupt themenrelevante Seiten zu finden. [...]

  • [...] Bubble” von Eli Pariser, zur Teilnahme reicht schon ein Kommentar, Link oder Tweet zu unserem ersten oder zweiten Beitrag zur Filter Bubble Reihe. Nun komme ich aber wieder zu unserem heutigen Thema, [...]

  • Friederike (6 Jahren ago) Reply

    Das bedeutet dann wohl langfristig, dass wir ein Volk der Engstirnigen werden. Einmal Scheuklappen, immer Scheuklappen - und jetzt sogar von Google aufoktroyierte....

  • [...] heutige Beitrag ist der dritte und letzte Teil unserer Reihe zur Filter Bubble. Wie ich im ersten Teil einleitend erklärt habe, handelt es sich bei dieser Filter Bubble um eine eingeschränkte Wahrnehmung der Welt, die vor [...]

  • Filter Bubble - Review (5 Jahren ago) Reply

    [...] der Serie zu diesem Phänomen, zu dem Pariser auch ein Buch geschrieben hat, bin ich insbesondere auf zwei Online Dienste eingegangen, die mutmaßlich einen besonders [...]

  • [...] oder einem Kommentar auslösen. Denn jeder deiner Facebook Freunde, zumindest alle innerhalb deiner Filter Bubble, sehen deinen Like oder Kommentar in ihrem Newsstream und liken, kommentieren oder teilen ebenfalls [...]

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