Einschränkungen mobiler Browser

Fast alle mobilen Browser sind inzwischen voll funktionsfähig. Für den Fall, dass sie es nicht sind, gibt es in relativ kurzer Zeit ein Add-on oder ein Update, das die fehlende Funktionalität bereitstellt. Dennoch hat man gefühlt Einschränkungen. Das liegt aber nicht so sehr an den Browsern, sondern vielmehr an den technischen Rahmenbedingungen und am geänderten Nutzerverhalten. Ein mobiles Endgerät hat eben keine Maus, beziehungsweise ist es bei Touchscreens ziemlich unsinnig, zusätzlich eine Maus anzuschließen.

Generell können die gefühlten Einschränkungen in zwei Kategorien eingeteilt werden: Tablets und Smartphones.

Bei Tablets treten die Mängel weniger ausgeprägt auf. Durch das relativ große Display ist eine Navigation über die gewünschten Webseiten mehr oder weniger problemlos möglich. Hindernisse bilden dort eher schlecht zusammengebaute Webseiten. Das liegt aber häufig daran, dass sie relativ alt sind und für eine Zeit programmiert wurden, als sich die Entwicklung von Smartphones und Tablets gerade mal als Silberstreif am Horizont ankündigte. Hier liegt die Lösung eigentlich nahe: Ein Relaunch der Seite, der sie wieder auf Stand bringt.

Eine Einschränkung für Browser auf Tablet-PCs gibt es aber doch noch. Als das iPad den Markt eroberte, wurde es mit dem Safari Browser ausgeliefert. Dieser Browser unterstützte kein Flash und hatte teilweise Schwierigkeiten mit Quellcode in Java. Letzteres ist inzwischen behoben, aber auch beim iPad3 wird Flash nicht von Haus aus unterstützt. Das liegt aber nicht nur an einer alten Differenz zwischen Apple und Adobe. Adobe wird Flash nicht mehr weiterentwickeln. Dort setzt man künftig voll auf HTML5.

Bei den Smartphones haben die Browser schon mehr Schwierigkeiten.

Das liegt vor allem an den relativ kleinen Displays. Die Displays reichen von 3,2 bis zu 5,3 Zoll. Letzteres passt dann wirklich nicht mehr in eine Hosentasche außer man trägt eine Cargo-Hose. Mit 4 beziehungsweise 4,8 Zoll liegen hier das iPhone und das Samsung Galaxy eher in der gesunden Mitte. Dennoch stellen die unterschiedlichen Displaygrößen die Browser vor Darstellungsprobleme.

Eine Webseite, die auf einem 5-Zoll-Display halbwegs brauchbar aussieht, kann auf 3,2 Zoll schon sehr gewöhnungsbedürftig sein. Probleme bereiten hier insbesondere Links und Buttons, also Navigationselemente, die manchmal kaum über den Touchscreen zu aktivieren sind. Aber auch manche Designs lassen jegliche Anpassung an das mobile Internet vermissen. So kann es vorkommen, dass eine Webseite beziehungsweise Startseite auf dem Smartphone im Vergleich zum Tablet oder zum PC sehr durcheinandergewürfelt oder unbrauchbar aussieht. Auf vielen Webseiten sieht man heute nur den linken oberen Bereich der Startseite, wo teilweise nur sehr wenig zu erkennen ist. Da spart man sich als User dann auch gerne das Zoomen oder das Scrollen.

Sowohl Probleme mit dem Design als auch Schwierigkeiten mit der Navigation lasten User aber häufig zunächst dem mobilen Browser an und nicht den Webseitenbetreibern. Im Falle von Androids ist es relativ leicht auf einen anderen Browser umzusteigen und auch für das iOS-Betriebssystem bietet Google inzwischen den Chrome Browser als Alternative. Beides kann das Grundproblem aber nicht wirklich aus der Welt schaffen. Selbst Firmen, die Ihre Webseite nur als Visitenkarte im Netz verwenden wollen, sollten dem mobilen User Rechnung tragen. Sie sollten dafür sorgen, dass Ihre Webseiten auf den gängigen Smartphones vernünftig aussehen und eine Navigation ohne Schwierigkeiten möglich ist.

Marko Engelberth 94 posts

Mitbegründer von Seosweet. Softwaretester, Lektor sowie Online-Redakteur. Und hin und wieder Webentwickler.

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