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Indirekter Linkaufbau in 55 Minuten

Heute beschäftige ich mich mit zwei Dingen: Zum einen mit der Frage, worum es sich bei indirektem Linkaufbau handeln könnte. Zum zweiten damit ob es möglich ist in den 55 Minuten, in denen der ICE von Köln nach Frankfurt fährt, einen annehmbaren Beitrag zu verfassen. Sollte dieses Unterfangen gelingen, mache ich vielleicht eine Serie daraus, denn ich fahre diese Strecke oft.

Was ich mit indirektem Linkaufbau meine

Linkaufbau, vor Content- bzw. Inboundmarketing lange Zeit das Lieblingsthema der SEO-Szene, befasst sich grundlegend mit der Frage: Wie schaffe ich es möglichst viele „gute“ (ich weiß nicht wer sich ausgedacht hat, dass es gute und schlechte Links geben soll) Links auf meine Seite zu ziehen um mein Ranking in Suchmaschinen positiv zu beeinflussen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es keine guten oder schlechten Links gibt. Es gibt lediglich Links. Der ursprüngliche PageRank kennt eine solche Unterscheidung jedenfalls nicht, also einigen wir uns doch bitte mal darauf, dass es gute und schlechte Seiten gibt. Letztere sind leider in der Überzahl, aber dass die Menschheit dazu neigt, überwiegend Schrott zu produzieren, ist hinlänglich bekannt. Wir sind nur deshalb so viele damit die Chance steigt, dass irgendwer ausnahmsweise etwas richtig macht. Durch den Fokus auf die Linkaufbau-Thematik fragten sich die Leute: Wie zum Teufel soll ich denn Links auf die Seite dieses langweiligen Schraubenherstellers bekommen? Guter Content war das Gebot der Stunde, denn gute Inhalte, so Google, werden freiwillig verlinkt. Bullshit. Wer soll denn die Inhalte jeder lausigen Nische verlinken, wenn noch nicht einmal jeder eine Website hat? Diejenigen die eine haben, lassen sie meist als Visitenkarte im Netz stehen, was dem Medium nicht annähernd gerecht wird. Also: Niemand, der nicht Bestandteil der sogenannten Internetgemeinde ist, weiß überhaupt was ein Link ist. Das bedeutet, dass Links äußerst selten sind, sofern Facebook diese nicht automatisch generiert, weil da so lustige bunte Bilder bei entstehen.

Nun setzt selbst auf die größte Schrottseite irgendjemand mal einen Link und sei es versehentlich. Prima, wir haben einen Link, aber unser Ranking hat sich nicht geändert, genauso wenig wie unsere Zugriffszahlen. Genau hier setzt mein heutiges Thema an: Der indirekte Linkaufbau zielt darauf ab, Seiten aufzuwerten, die auf uns verweisen. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Die erste und einfachste besteht darin die eigene Reichweite zu nutzen, um die verweisende Seite bekannter zu machen. Der einfachste Weg dazu führt über Twitter, wo im Idealfall einige Tausend Leute dem Hinweis folgen, ihn anklicken, verlinken, etc.

Der zweite Weg besteht darin, von einer anderen Website selbst einen Link auf unseren versehentlichen Linker zu setzen. Dieses Thema lässt sich beliebig ausweiten, denn wir können nicht nur für Links auf der Seite sorgen, die uns verlinkt hat, sondern auch auf jene Seiten, die unsere Link-Quelle verlinken (sowohl interne, als auch externe). Sollte es auf diese Weise gelingen unsere Linkquellen aufzuwerten, profitieren wir auch selbst davon.

Kurz auf den Punkt gebracht: Linkaufbau = ehemalige Lieblingsdisziplin der SEO-Szene.
Indirekter Linkaufbau = interessante, aber nicht ganz einfache Möglichkeit, langweilige Seiten aufzuwerten.
55 Minuten im Zug = genug Zeit einen Beitrag zu schreiben, aber nicht genug damit er als „guter Content“ durchgeht.

(Titelbild: © alessia.malatini – Fotolia.com)

Jakob Holterhöfer 51 posts

Jakob hat Seosweet gegründet und zeichnet sich verantwortlich für die Softwareentwicklung.

4 Kommentare

  • Martin (4 Jahren ago) Reply

    Haha, stimmt. Es gibt keine schlechten Links - nur gute und schlechte Seiten :)

  • BHKW (4 Jahren ago) Reply

    ...und stimmt: 55 Minuten haben definitiv nicht ausgereicht...

    - aber deine Philosophie im Zug, also deine Anmerkungen, warum es so viele Menschen gibt, hat ein Schmunzeln verdient...

  • Jakob Zogalla (4 Jahren ago) Reply

    @BHKW
    Beim nächsten mal mach ich´s besser ;-)
    Ich deute die 55 Minuten lieber um in die Frage, wie man etwas in 55 Minuten macht, anstatt zu versuchen in 55 Minuten was vernünftiges zu schreiben.

  • Thomas (2 Jahren ago) Reply

    Interessante Idee mit dem indirekten Linkaufbau. Wir z.B. versuchen uns i.d.R. immer direkt mit interessanten und akkuraten Webseiten zu verlinken.
    Aber bei Backlinks von nicht so spektakulären Seiten könnte man das ja mal testen, diese aufzuwerten.

    Vielen Dank für die Mühe.

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