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Inbound Marketing, was ist das?

Vergangenes Jahr ist die Content-Marketing-Welle über Deutschland und (zumindest) dessen Online-Marketing-Szene hereingebrochen. Die Folge war eine Explosion an Infografiken und anderer Methoden, die es zwar schon vorher gab, nun aber durch das Content Marketing Label noch sehr viel mehr Aufmerksamkeit erhielten. Je weiter das alles fortschritt, umso mehr machten sich die klugen Köpfe der Szene Gedanken, wie man das neue Buzzword Content Marketing in eine ganzheitliche (Online-) Marketingstrategie einbauen könnte. Dabei wird zunehmend auf die Bezeichnung Inbound Marketing zurückgegriffen.

Inbound Marketing als ganzheitlicher Prozess

Oft genug werden Inbound Marketing und Content Marketing noch synonym verwendet, aber zur Zeit findet eine allmähliche Abgrenzung statt. Content Marketing ist relativ schwer zu fassen. Und wenn man bedenkt, wie inflationär es inzwischen verwendet wird, ist es auch nicht mehr unbedingt ein Qualitätsmerkmal. Das dürfte einer der Hauptgründe für die Abgrenzung sein. Wie ich außerdem in unserem Grundlagen Artikel zum Content Marketing bereits geschrieben habe, ist Inbound Marketing eigentlich der bessere Begriff. Ferner ist er dem Content Marketing übergeordnet.

Olaf Kopp hat das in einem Artikel sehr ausführlich erläutert. Er sieht Content Marketing in erster Linie als operative Handlung, die in Kampagnen erfolgt. Dabei steht die Content-Erstellung im Mittelpunkt. Inbound Marketing hingegen ist für ihn „… der komplette Prozess, um das Content Marketing herum, wie das aktive Seeding, also die Kommunikation mit Multiplikatoren und Influentials sowie der Prozess der Lead- und Kundengenerierung bzw. die Herbeiführung von Interaktion.“

Content Marketing ist also ein elementarer Bestandteil des Inbound Marketings, aber während manch einer vielleicht die Erstellung einer Infografik schon als Content Marketing bezeichnet, wird er sich schwer damit tun, dies auch als Inbound Marketing verkaufen zu können.  Denn dazu gehört wie gesagt ein sehr viel umfangreicherer Prozess, bei dem auf der gesamten Klaviatur des Marketings gespielt wird. Insgesamt grenzt sich Inbound Marketing natürlich gegen Outbound Marketing ab. Während die letztere Methode aktiv nach außen gerichtet ist und bisweilen aufdringlich Werbung betrieben wird, um Bedürfnisse oder Interesse zu erzeugen, ist das Inbound Marketing nach innen ausgerichtet. Über attraktive Angebote (Content) werden Interessenten von der Website angezogen bzw. finden von sich aus dorthin. Inbound Marketing ist also Pull, während klassische Werbung mit Anzeigen Push ist.

Inbound Marketing und SEO

Da das hier zwar ein Online Marketing Blog ist, der Schwerpunkt jedoch auf SEO liegt, ist es mir ein besonderes Anliegen auf den Zusammenhang von Inbound Marketing und SEO zu sprechen zu kommen. Die Suchmaschinenoptimierung ist noch eine der zentralen Disziplinen des Inbound Marketings. Neben dem Social Media Marketing ist nur SEO in der Lage, mit Pull-Methoden eine nennenswerte Reichweite zu erzielen und (qualifizierten) Traffic zu generieren, der dann in Leads umgewandelt wird und idealerweise konvertiert.

Somit ist Inbound Marketing im Grunde ein guter Begriff für den ganzheitlichen Ansatz, der im Online Marketing und speziell in der SEO immer mehr verfolgt wird: Die Interaktion und Verknüpfung mit anderen Methoden wie eben Social Media innerhalb einer ganzheitlichen Strategie. Welche Rolle SEO spielt, ist sicherlich abhängig von der Strategie und ihrem Ziel. Inbound Marketing kann sogar zu einem  Mittel von SEO werden. In diesem Fall geht es darum Backlinks und Social Signals zu erhalten. Im Normalfall jedoch ist SEO ein Teil einer Inbound-Marketing-Strategie.

Zur weiteren Vertiefung kann ich allen Interessierten nur Marcel Beckers kostenloses Ebook ans Herz legen, das es im Ranking Check Blog zum Download gibt.

(Titelbild: © Ivelin Radkov – Fotolia.com)

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1 Kommentar

  • […] Sind Social Signals also unwichtig? – Klares Nein. Social Signals sind wichtig, gar keine Frage. Allerdings sollte man sich dabei mal aus der reinen SEO Perspektive befreien (sollte man sowieso). Social Signals liefern uns wichtige Hinweise wie unser Content ankommt. Außerdem sind die Sozialen Netzwerke eine der wichtigsten Trafficquellen und letztlich geht es ja nicht nur ums Ranking sondern um Traffic und Leads. Wir können davon ausgehen, dass wir auch in Google ganz gut ankommen, wenn das in sozialen Netzwerken so ist. Das kann man dann userzentrierten Ansatz nennen. Außerdem bringen uns Social Signals Reputation zumindest bei den Usern. Und zu guter Letzt kann man trotzdem davon ausgehen, dass Social Signals auch bei der Berechnung des Rankings eine Rolle spielen, aber wohl kaum die Dominierende, wie sie manche aus der Searchmetrics Analyse heraus gelesen haben. Soziale Netzwerke sind zumindest hilfreich bei der schnellen Indexierung von Inhalten und bei der Beurteilung der Aktualität bzw. der Freshness durch die Suchmaschine. Wie ich schon mal beschrieben habe, führen uns die Sozialen Netzwerke über die Grenzen der reinen Suchmaschinenoptimierung hinaus. Ein ganzheitlicher Ansatz ist gefragt, bei dem es dann auch nicht mehr so wichtig ist, ob die Social Signals nun Rankingfaktoren sind oder nicht, auf jeden Fall nützen sie uns. Wenn man möchte kann man das dann Inbound Marketing nennen. […]

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