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Firmenlogos in den Suchergebnissen: Jetzt also doch?

Mit der Veröffentlichung dieses Beitrags rutscht ein anderer Artikel auf die zweite Seite unseres Blogs. Das passiert selbstverständlich jedesmal – aber selten verdrängt der neue Artikel den alten auch inhaltlich. Dieser Beitrag handelte von Logos in den Suchergebnissen. Mein Fazit war, dass es diese so schnell nicht geben wird, jedenfalls nicht in der Form wie bei den Autorenbildern. Obwohl es das rel=publisher Markup analog zum rel=author schon gab, eine Publishership, wie die Authorship würde es erstmal nicht geben. Zu diesem Entschluss kam ich „damals“. Obwohl es natürlich genau das ist, was viele Unternehmen gerne hätten: Das eigene Logo in den eigenen Suchergebnissen zu sehen, um so einerseits Aufmerksamkeit zu ergattern und andererseits schlicht und einfach die Click-Through-Rate zu erhöhen. Dass das Ganze durchaus was bringen kann, hatte sich ja –wie bereits gesagt – bei den Autorenbildern gezeigt. So wurde also immer weiter nachgebohrt und Google wiegelte ab.

Firmenlogos in Suchergebnissen aufgetaucht

Nun scheint aber doch alles anders zu werden, oder? Am Sonntag wies Bjoern Tantau auf einen kurzen Beitrag von Barry Schwartz hin, dem ein Firmenlogo analog zum Autorenbild in den Suchergebnissen aufgefallen war. Davon hat er dann auch gleich einen Screenshot gemacht:

Logo im Suchergebnis: Screenshot von Barry Schwartz auf Search Engine Round Table

Wie man an Barrys kurzem Bericht merkt, war er selbst überrascht darüber. Das Problem: Das Ergebnis war nicht reproduzierbar. Es stellte sich allerdings heraus, dass das nicht der einzige Fall von Firmenlogos in den Suchergebnissen war. Ross Hudgens weist auf siegemedia noch auf einige weitere Beispiele hin.

Wie kamen die Logos in die Suchergebnisse?

Das wirklich Interessante an den ersten Entdeckungen ist, dass einige dieser Seiten eben nicht über die rel=publisher Verknüpfung verfügen. Allerdings haben diese dann allesamt ein verified, also ein bestätigtes, Google+ Profil. Diese Bestätigung kann man bei Google mit diesem Formular beantragen. Voraussetzung dafür ist ein Google+ Profil zu haben, von wo aus man auf die Seite verlinkt. Dann verlinkt man auf der eigenen Seite entweder mit dem rel publisher code snippet oder der Google+ Box auf das Profil.  Außerdem muss das Profil über eine „größere Anzahl an Followern“ verfügen, was de facto mindestens 1000 bedeutet.

Die beiden Seiten, bei denen die Logos gefunden wurden, haben sehr viel mehr Follower als die besagten Tausend und stellen insofern schon etwas Besonderes dar – eben auch eine Autorität für Google. Zumal sie ja mit Google+ verbunden sind – wenn auch nicht über das publisher markup, dafür aber zumindest über andere Möglichkeiten (Google+ Box/Schaltfläche).

Ross Hudgens hat aber auch auf mindestens ein Beispiel hingewiesen, bei dem die Einblendung des Google+ Profilbildes einer Firma (in dem Fall kein Logo, sondern ein Teamfoto) funktionierte, obwohl das Profil nicht bestätigt war und gemessen an Followern auch keine besonders große Autorität  hatte.

Fazit: Brand Rank, Author Rank, Authorship und Publishership

Im Zusammhang mit der Einblendung der Unternehmensbilder hat die Bezeichnung des Brand Ranks die Runde gemacht. Ich persönlich glaube jedoch nicht, dass die Bilder hier tatsächlich so einen Brand Rank bezeugen würden. Man muss hier auch wie beim Author Rank aufpassen, es nicht zu einhundert Prozent mit der Authorship bzw. der Publishership gleichzusetzen. Ich denke man kann davon ausgehen, dass es einen Brand Rank, der die Autorität und Relevanz von Firmen anhand verschiedener Informationen bewertet, ohnehin gibt – ob die Bilder nun angezeigt werden oder nicht. Was sich Google nun bei diesen Tests gedacht hat, weiß erstmal niemand. Wenn es denn überhaupt Tests waren und nicht ein Fehler, was ja immerhin auch eine Möglichkeit wäre, wenn auch eine unwahrscheinliche. Viele Firmen würden sich freuen, viele würden aber auch fluchen, wenn es bei ihnen nicht klappt. Es ist schließlich nicht davon auszugehen, dass das durchsichtiger wird als bei den Autorenprofilen. Für Google würde es höchstens Sinn machen, um Google+ zu pushen. Die Firmen würden von sich aus versuchen mehr User und Aktivität auf das Netzwerk zu lenken. Denn zumindest an letzterem mangelt es dem Netzwerk ja nach wie vor.

Bis auch deutsche Firmen profitieren, dürfte aber noch einiges an Wasser den Rhein runter fließen.

(Titelbild: © olly – Fotolia.com)

David Linden 178 posts

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4 Kommentare

  • Bastian (4 Jahren ago) Reply

    Dieser Test wurde am 28.06 auch in Deutschland gefahren und hat automatisch bei einigen Shops das Google+ Bild als Thumbnail verwendet, ohne vorhandenes Authorship-Markup, lediglich weil das Google+ Profil mit der Webseite bestätigt war.

    • in reply to Bastian #2
      David Linden (4 Jahren ago) Reply

      Hi Bastian!
      Das klingt interessant! Hast du ein paar weitere Infos dazu? das wäre super!

      • in reply to David Linden #3
        Moritz (4 Jahren ago) Reply

        Jupp, auch in Deutschland angekommen: http://moritz-kuehnel.de/google-firmenlogos-serps/

  • [...] bald mit Firmenlogos in den SERPs ? Offensichtlich sieht es so aus. Jedenfalls hat David Linden auf seosweet.de einen Artikel veröffentlich in dem er auf einen Beitrag von Barry Schwartz eingeht,  bei dem er [...]

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