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Darum Suchmaschinenoptimierung: Suchanfragen wachsen weiter

Ich habe nicht gezählt, wie häufig SEO in den letzten Jahren für tot erklärt wurde. Fest steht, es war oft und jedesmal falsch. Dennoch kommt es häufiger vor, dass Websitebetreiber sagen: Suchmaschinenoptimierung? – Brauch‘ ich nicht. Das mag in einigen Fällen sogar stimmen, in der Regel ist es aber nur nachlässig Suchmaschinen als Trafficquellen zu ignorieren. Stattdessen wird dann beispielsweise auf Social Media gesetzt. Das ist nicht nur schwierig, sondern auch teuer und zeitintensiv, vor allem wenn man eine nennenswerte Reichweite aufbauen möchte. Außerdem muss man die Menschen dann noch auf die eigene Seite bekommen und für seine Produkte interessieren. Da verliert manch einer schnell die Geduld und setzt auf Werbeanzeigen. In diesem Zusammenhang kommt man ganz schnell zu Google AdWords und somit SEA. Das geht schnell und bringt vielleicht sogar Traffic und eventuell sogar Leads, ist aber vor allem auch eines: sehr teuer.  SEO hingegen ist zwar langsamer als SEA, aber mittel- und langfristig nicht nur kostengünstiger, sondern auch effektiver. Das Problem ist aber, dass viel zu oft erst dann nach SEO gefragt wird, wenn schon viel schief gelaufen ist. In dieser Situation noch gute Ergebnisse zu erzielen ist deutlich schwieriger, als wenn man einige wichtige SEO-Faktoren und -Regeln von Anfang an beachtet hätte.

Das Wichtigste ist eigentlich, sich der Bedeutung von Suchmaschinen als Trafficquelle bewusst zu sein. Sie sind zwar nicht so vermeintlich glamourös wie beispielsweise Werbeanzeigen, liefern aber hochqualitativen, also zielgerichteten, Traffic.

Die Relevanz der Suche

Aber nicht nur qualitativ können Suchmaschinen punkten, auch quantitativ sind sie nach wie vor eine Klasse für sich. Wer glaubt, dass die Zeit der Suchanfragen vorbei ist, liegt falsch. Durch das Aufkommen der Sozialen Netzwerke hat sich das Gewicht im Internet scheinbar verschoben. Die Menschen finden immer mehr Informationen auch auf Facebook und Co. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass der Traffic-Kuchen insgesamt größer geworden ist, da es einfach mehr Internetuser gibt, die sich aufgrund verbesserter Technologien und Tarife auch noch länger Online tummeln. Anteilig an diesem Kuchen hat der Suchtraffic sicherlich abgenommen, absolut jedoch zeigt sich ein deutlich anderes Bild.

Suchanfragen nehmen weiter zu

Der Anteil am Gesamttraffic ist uns nun erst einmal egal, deutlich aussagekräftiger ist da die Entwicklung der Suchanfragen. Die neuesten Zahlen aus Amerika zeigen hier keine Informationsquelle im Niedergang, sondern vielmehr weiterhin im Aufstieg. Wie auf Searchmetrics letzten Freitag zu lesen war, sind die Suchanfragen (in allen Suchmaschinen zusammen) in den USA im Juni um 12% zum Vorjahresmonat gestiegen. Das ist ein erstaunlich großes Wachstum, vor allem weil es schon im vierten Monat in Folge stattfand. Im Vergleich zum Vormonat Mai hingegen sind die Anfragen um 4% gesunken, was aber wohl mit Saisoneffekten, wie z.B. Ferien zu begründen wäre. Und auch der starke Anstieg zum Vorjahr wird teilweise damit erklärt, dass es 2012 bei den Suchanfragen tatsächlich leicht nach unten ging. Das war aber kein Niedergang von Dauer, denn bereits dieses Jahr im März hatten die Suchanfragen mit über 20 Milliarden Suchen einen Allzeithöchststand erreicht, wie ebenfalls auf Searchmetrics berichtet wurde. Es gab also in den USA in einem Monat noch nie so viele Suchanfragen, wie im März diesen Jahres. Auch im Mai lagen sie noch über 20 Milliarden, um dann im Juni auf 19,2 Milliarden zu fallen.

Die mobile Suche kommt noch hinzu

Was ich bisher noch nicht gesagt habe, um Spannung aufzubauen, ist, dass in den genannten Zahlen die mobile Suche nicht enthalten ist, es sich also ausschließlich um Desktop Suchanfragen handelt. Das ist umso erstaunlicher, da angeblich die Zahl der PCs zurückgeht und alle nur noch Tablets kaufen. Offensichtlich ist die Suche um an Informationen zu gelangen also nach wie vor elementar wichtig. Erstaunlich ist es aber auch deswegen, weil vielfach die Meinung herrscht, dass der mobilen und nicht der Desktop Suche die Zukunft gehöre.

Fazit: Suchmaschinen bleiben wichtige Trafficquellen

An dem vorangegangenen Beispiel sehen wir, dass Suchmaschinen nach wie vor genutzt werden, um sich Online zu informieren. Die Anzahl der Suchanfragen steigt sogar seit diesem Jahr in den USA wieder. Wenn sich dieser Trend in Deutschland so bestätigt, dann wäre es wirklich sträflich, Suchmaschinen als Trafficquellen abzuschreiben oder zu ignorieren. Sie liefern nicht nur zielgerichteten, qualitativen Traffic, sondern, wie einleitend gesagt wurde, auch viel davon. Außerdem deutet nicht wirklich etwas darauf hin, dass sich das in naher Zukunft ändern könnte. Erst recht wenn man sich überlegt, dass die mobile Suche noch obendrauf gezählt werden muss. Auch hierbei ist schließlich eher davon auszugehen, dass sie mit der Verbreitung von Smartphones wächst.

Es lohnt also, sich gleich von Anfang an Gedanken über SEO zu machen.

(Titelbild: © Matthew Cole – Fotolia.com)

David Linden 178 posts

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3 Kommentare

  • [...] dass wir nicht in den USA sind. Aber auch in anderer Hinsicht sind die User hartnäckig, wie sich in den steigenden Zahlen der Desktop Suche gezeigt hat. In meinen Augen ein Hinweis darauf, dass die Leute objektive Informationen und nicht Wünsche [...]

  • [...] Ich sehe aber nicht, dass in naher Zukunft Suchmaschinen aussterben würden. Anderson bezieht sich beispielsweise auf Zahlen, dass die Anzahl an Seiten die über Social Media Kanäle gefunden werden stark ansteigt, während Suchmaschinen hier Anteile verlieren. Das mag auch alles sein, aber es geht dabei eben um relative Zahlen, nicht um das Gesamtvolumen. Wenn der Kuchen größer wird, können Teile größer werden ohne dass andere schrumpfen müssen. Die Suchanfragen gehen jedenfalls nicht zurück, sondern haben erst kürzlich ein Allzeithoch erreicht. [...]

  • […] Internet zu bezeichnen, stimmt selbstverständlich auch nur für manche Themen. Insgesamt sind die Suchanfragen dieses Jahr sogar gewachsen.  Außerdem ist das dann schon irgenwie komisch, wenn man erst behauptet, dass man nur mit Social […]

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