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Lernen von der Konkurrenz

Der SEO-Bereich ist in den letzten fünf Jahren rapide gewachsen und komplexer geworden. Das hat nicht nur mit den erhöhten Anforderungen zu tun, die die Suchmaschinen inzwischen an eine Website stellen. Viele Methoden, die früher gut funktionierten, sind inzwischen veraltet und/oder sogar verboten, zum Beispiel Cloaking oder Linkkauf. Das heisst nicht, dass Linkaufbau nichts mehr bringt aber man muss inzwischen eben darauf achten wo und wie man Linkaufbau betreibt.

Und es gibt eine ganze Reihe weiterer Faktoren, die dafür sorgen, dass eine Webseite in den Rankings klettert oder eben nicht. Doch welche sind das? So gut wie niemand lüftet gerne seine Geheimnisse und teilt seine Erfahrungswerte, wenn er nichts davon hat. Das ist ja in allen anderen Branchen auch nicht der Fall. Wenn man an Know-How gelangen will, muss man üblicherweise dafür bezahlen. Sei es durch Weiterbildung oder das Anheuern externer Berater, die dann hoffentlich auch ihr Geld wert sind.

Das ist bei der Suchmaschinenoptimierung ein wenig anders.

Jeder SEO-Erfolg geht von der Website aus, die optimiert wird. Es ist also alles öffentlich. Hier gibt es nur wenige Betriebsgeheimnisse, die man bei der Konkurrenz nicht abschauen könnte. Man muss sich halt die Mühe machen und die Seiten analysieren. Wo ist Konkurrent X besser, was macht das Portal Y anders? Es ist nicht immer leicht zu erkennen, wo die Konkurrenz einen Vorteil hat. In der jüngeren Vergangenheit kann man aber generell einen Trend ausmachen und der liegt OnPage. Auf der eigenen Seite gibt es in vielen Fällen erhebliches Verbesserungspotential. Das reicht von der Seitengeschwindigkeit bis hin zur Benutzerfreundlichkeit für Mobile-User.

Warum viele Webseitenbetreiber immer noch mehr in AdWords und andere Werbung investieren statt ihre eigene Seite (endlich mal) nachhaltig zu verbessern liegt auf der Hand. Mit Werbung kann man relativ einfach Erfolge erzielen, man muss sie halt nur bezahlen. Und man geht keinerlei Risiko ein, die Website in eine falsche Richtung zu entwickeln und im Ranking sogar abzurutschen. Sinnvoll angelegtes Geld also …

Andererseits kosten Verbesserungen an der eigenen Webseite mittel- bis langfristig nur einen Bruchteil dessen, was die Werbung verschlingt. In Bezug auf Google-Adwords machen Optimierungen die Werbung sogar günstiger, da Google den Anzeigepreis auch an die Relevanz einer Seite zum gewünschten Thema koppelt. Das ist vielen ja gar nicht bewusst. Und was hilft schon ein teurer Anzeigen-Click, wenn die Benutzer“freundlichkeit“ den User umgehend zu Google zurück bringt beziehungsweise dauerhaft vergrault?

Kapieren – Kopieren – Korrigieren

Die drei großen Ks. Die hab ich aus irgendeiner Schulung vor Jahren mal mitgenommen. Kurz gesagt geht es um folgendes: Kapieren, worum es geht. Kopieren was diejenigen machen, die besser sind als meine Webseite. Korrigieren, was die anderen (trotzdem oder immer noch) falsch machen und damit noch besser werden als „die“. Und wer sind „die“? Das sind diejenigen, von denen es sich lohnt abzukupfern.

Gibt es einen Konkurrenten, den Sie insgeheim bewundern? Der sein Portal so gemacht hat, wie Sie es eigentlich schon immer gerne machen wollten? Sie haben sich nur nicht getraut oder es ging technisch nicht? Das zählt NICHT. Bleiben Sie in diesem Punkt streng rational: vergleichen Sie die Rankings bei Google. Es kann ja gut sein, dass ihr Konkurrent Ihren Geschmack getroffen hat, das heisst aber nicht, dass es Ihrer Zielgruppe oder den Suchmaschinen gefällt. Aber das ist es was zählt: Ihre Zielgruppe und die Suchmaschinen.

Und wie findet man jetzt den oder die Konkurrenten, bei denen es sich lohnt ein wenig abzuschreiben? Den Job hat Google ja schon erledigt, schließlich haben die, die es besser machen auch ein besseres Ranking.

(Titelbild: © corocota – Fotolia.com)

Marko Engelberth 94 posts

Mitbegründer von Seosweet. Softwaretester, Lektor sowie Online-Redakteur. Und hin und wieder Webentwickler.

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